„… Eltern sein dagegen sehr“

Elterntrainer an den Kliniken St. Elisabeth bedanken sich für die Unterstützung
Können sich auf die Damen vom Kinderplanet verlassen.(v.l.) Rita Hekele, Gerda Kunz, Diana Schicht (Elterntrainerin), Dorothe Gloszat, Philipp Stuber (Elterntrainer), Gertrud Hecht (Bereichsleitung Kinder- und Jugendpsychiatrie), Martha Weber und Klara Zeller. (Auf dem Foto fehlen Ingrid Klügel und Seleda Krautmann vom Kinderplanet)
5. Oktober 2017

Eine gute und gesunde Entwicklung von Kindern ist auch und vor allem von der Betreuung und Erziehung durch ihre Eltern abhängig – und das umso mehr, wenn ein Kind Herausforderungen meistern muss oder seelisch belastet ist.

Die Abteilung der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Klinik für Kinder und Jugendliche in Neuburg, eine Einrichtung der Katholischen Jugendfürsorge Augsburg, bietet deshalb seit vielen Jahren ein strukturiertes Elterntraining an. An insgesamt 20 Nachmittagen sprechen die Elterntrainer Philipp Stuber und Diana Schicht mit den Eltern über die wichtigsten Elemente einer positiven, zugewandten Erziehung. Zum Beispiel: „Wie spreche ich mit meinem Kind, wenn ich ihm etwas mitteilen will. Sage ich ihm was ich nicht will oder erkläre ich ihm was ich möchte und gebe ihm gegebenenfalls Hilfestellung.“ In der Gruppe sprechen die Eltern darüber welche Kompetenzen in welchem Alter passend sind – was ein Kind können soll und können kann. Sie sprechen über die Gefühle ihrer Kinder und über ihre eigenen, lernen sie zum Ausdruck zu bringen und sie zu akzeptieren. Und sie sprechen über die Wichtigkeit von Zuverlässigkeit und konsequenter, wohlwollender Erziehung.

Es ist, so Philipp Stuber, aber vor allem der vertrauensvolle Zusammenhalt der Elterngruppe, der Eltern motiviert ein halbes Jahr lang jede Woche in die Klinik zum Elterntraining zu kommen. Die Eltern geben sich gegenseitig Rückhalt und Rückmeldung, sie erleben, dass es auch in anderen Familien Probleme und Herausforderungen gibt und dass diese sich verändern lassen.

Doch um am Elterntraining teilnehmen zu können, müssen die Kinder beaufsichtigt sein – und wenn das kein Großelternteil oder eine gute Nachbarin übernehmen kann, stehen die ehrenamtlichen Damen des Kinderplaneten in den Kliniken St. Elisabeth zur Verfügung. Sie betreuen die Kinder während die Eltern im Elterntraining sind. Anfang September hat ein neuer Kurs begonnen und die Damen des Kinderplaneten übernehmen in gewohnt solidarischer Weise wieder die Kinderbetreuung. Für diese tolle Unterstützung, die ehrenamtlich geleistet wird, haben sich Philipp Stuber und Diana Schicht mit einer kleinen Aufmerksamkeit bedankt.