Augsburg, den 11.11.2009

Bolzen statt kicken

Augsburg (kjf) In der deutschen Fußballnationalmannschaft sind sie längst integriert: Spieler wie Mesut Özil oder Jerome Boateng, die einen Migrationshintergrund haben. Mit dem Gewalt- und Integrationsprojekt Bolzerama will der Kreisjugendring Augsburg-Land dazu beitragen, dass auch Hobbykicker unterschiedlicher Nationalitäten besser in die Jugendarbeit integriert werden, nach dem Motto: Bolzen statt kicken, also lieber den Ball treten statt mit Gewalt Konflikte austragen.
Von den teilnehmenden Jugendlichen hatten etwa 70 Prozent einen Migrationshintergrund. In diesem Jahr war erstmals der Jugendtreff Madison Square, eine Außenstelle des Frère-Roger-Kinderzentrums der Katholischen Jugendfürsorge, mit einer Mannschaft vertreten. Die Madison Cousengs mit Spielern zwischen 16 und 22 Jahren sicherten sich auf Anhieb den ersten Tabellenplatz unter den zehn teilnehmenden Mannschaften. "Das Projekt kam bei den Jugendlichen sehr gut an", sagt Diplom-Pädagoge Philipp Schaffner. "Viele Jüngere wollen nächstes Jahr unbedingt dabei sein." Und die Zukunft des Projektes ist schon gesichert: 2010 startet die Bolzplatz-Liga in ihre dritte Saison, dann vielleicht sogar mit zwölf Mannschaften.

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